Monokompatibilität

Monokompatibilität im Tonstudio

Begriffserklärung

Unter Monokompatibilität versteht man in der Tontechnik die erfolgreiche Umwandlung eines Stereosignals in ein Monosignal, damit dieses dann möglichst verlustfrei auf Abhörgeräten mit nur einem Lautsprecher oder auch über Mono-Anlagen (z.B. in Diskotheken) wiedergeben werden kann.

Phasenauslöschung

Wenn wir nun die zwei Signale (links und rechts) zusammenmischen, kann es in bestimmten Frequenzbereichen zu einer sogenannten Phasenauslöschung (destruktive Interferenz) kommen. Insbesondere der Kammfilter-Effekt ist ein häufig auftretendes Phänomen. Dieser entsteht, wenn eines von zwei sehr ähnlichen Signalen (z.B. Doppelungen) zeitverzögert im Verhältnis zum anderen steht (besonders deutlich bei 2–15 ms Verzögerung). Diese kann zu einem hohlen Sound, fehlenden Bass und in extremen Fällen sogar zu einer kompletten Auslöschung führen.

Korrelationsgradmesser zur Prüfung der Monokompatibilität
Abb. 01: Korrelationsgradmesser zur Prüfung der Monokompatibilität

Korrelationsgradmesser

Zur Vermeidung empfiehlt es sich mit einem sog. Korrelationsgradmesser zu arbeiten. Dieser stellt die Phasenverschiebung dar. In Bezug auf den Kammfiltereffekt sollte schon bei der Aufnahme sichergestellt werden, dass keine ungewollten Reflexionen mit auf das Mikrofon übersprechen.

Hilfe bieten hier z.B. Akustik-Elemente zum Dämpfen von Erstreflexionen sowie eine durchdachte Positionierung der Mikrofone. Eine weit verbreitete Regel ist hier z.B. die 3:1 Mikrofonierung (Mikrofon A -> Instrument = 1m Abstand; Mikrofon A
-> Mikrofon B = 3m Abstand)

Mono-Lautsprecher

Außerdem ist auch ein Mono-Lautsprecher im Studio sinnvoll. Hiermit kann das Monosignal zusätzlich akustisch geprüft werden. Nun ist es wichtig sich auf das Verhältnis der Instrumente untereinander zu konzentrieren und einen Abgleich mit dem Stereosignal durchzuführen.

Abb. 02: Quasi-Standard Auratone-Box zur akustischen Überprüfung der Monokompatibilität im Tonstudio

Fazit

Die Korrektur etwaiger Fehler muss im Mix erfolgen, da diese Probleme schon beim Mischen der Spuren entstehen. Im Mastering-Prozess können Fehler dann nur noch bedingt korrigiert werden.

(c) 2020 Laura Hombeck

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